Titelbild Mayoratsgut Großhartmannsdorf
Startseite       I       Kontakt       I       Impressum       
   
  Willkommen
  Aktuelles
  Geschichte
  Ausstellung
  Trauungen
  Nutzung
  Stiftung
  Kontakt
  Archiv
Logo Mayoratsgut Großhartmannsdorf

4. Kammermusikkonzert am 17.10.2009

Trompete und zwei Cembali

Joachim Schäfer - Dresden - Trompete
Judit Izsák - Prag - Cembalo
Arndt Netzel - Berlin - Cembalo

In den ehrwürdigen Räumen des Mayoratsgutes schmeichelten sich zum 4. Kammerkonzert historische Instrumente schnell in die Herzen der Zuhörer. Zwei Cembali, virtuos zum Klingen gebracht von Judit Izsák (Prag) und Arndt Netzel (Kyritz), sowie einer Piccolotrompete von Joachim Schäfer gespielt, brachten unter anderem das Konzert c-moll von Georg Philipp Telemann und das Concerto aus dem Brandenburgischen Konzert Nr.1 zu Gehör. Im zur Musik passenden Ambiente des Festsaales begeisterten die Solisten durch empfindsame, aber meisterhafte Beherrschung ihrer Instrumente. Zuweilen hatte der Zuhörer das Gefühl, in die Carlowitzsche Zeit versetzt zu sein. Als in der Pause die Frauen des Seniorenclubs in ihren historischen Gewändern als Mamsells die Gäste bewirteten, war der glamourhafte Abend bestens gelungen. Prächtige Stimmung äußerte sich in den freimütigen Gesprächen an den Tischen! Im 2. Teil des Kammermusikabends beherrschte die Musik Johann Sebastian Bachs die Szene. Die letzten Töne des Brandenburgischen Konzerts Nr.1 waren kaum verklungen, als herzlicher Beifall und stehende Ovationen die Musiker zu zwei Zugaben drängten. Im Schlusswort des Organisators aller Konzerte spürte man selbst bei Rolf Wicke die nachklingende innere Erregung, die dieses Konzert hinterlassen hatte. Einfach phantastisch! Man kann Herrn Wicke und dem Seniorenclub "Lebensfreude" Großhartmannsdorf e.V. nur gratulieren zu dem Mut, das Gebäude des Mayoratsgutes zu diesem hohen Niveau zu führen und das alte - aber unverändert schöne - Gemäuer mit neuen und sehr verschiedenen Facetten des kulturellen Leben zu erfüllen.

Allerdings - so glaube ich kritisch anmerken zu dürfen - hätten die Organisatoren einen größeren Zuspruch der Großhartmannsdorfer Bürgerinnen und Bürger verdient. Um das hier geschaffene kulturelle Kleinod beneidet uns manche Stadt! Warum also, liebe Großhartmannsdorfer, nicht auch an wenigen Abenden eines Jahres den Fernsehapparat mit Unmittelbarkeit musikalischen Erlebens vertauschen? Sie werden es nicht bereuen, zumal die einführenden Worte von Herrn Wicke das Verstehen des Musikinhaltes jeden Einzelnen sehr erleichtern.

Ich würde mir für die Zukunft wünschen, dass ich als Besucher solcher kultureller Kostbarkeiten um einen Sitzplatz bangen müsste. Das würde uns Großhartmannsdorfern gut zu Gesicht stehen und die Organisatoren für ihre fleißige ehrenamtliche Arbeit gerecht entlohnen.


Manfred Meusel


zurück zur Übersicht
Mayoratsgut Großhartmannsdorf
 
 
nach oben
 
© Gemeindeverwaltung Großhartmannsdorf