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Besondere Weinprobe am 14.03.2009

Einer der kleinsten Weinberge der Südoststeiermark liegt in Grosshartmannsdorf und wird von dem erfolgreichen Winzer Martin Trost bearbeitet. In der Besonderen Weinprobe am Sonnabend, dem 14.03.2009, stellte er uns seine gekelterten Weine, den Welschriesling und den aus der Isabella-Traube gewonnenen Kellertropfen sowie den Frizabella, einen Sekt vom Direktträger Isabella vor. Eigentlich hätte der kleine Saal des Mayoratsgutes bis auf den letzten Platz besetzt sein sollen, hat der Winzer doch gerade im sächsischen Großhartmannsdorf viele Freunde. Aber die Gäste, die anwesend waren, genossen einen durch und durch gut vorbereiteten Abend und waren es zufrieden, dass sie für den Abend 20 ¬ berappen mussten. Denn das, was sich anfangs als doch recht teuer anhörte, konnte sich im Ergebnis sehen lassen. Was wurde dem Gast nicht alles geboten! Stimmungsvoll empfing die kleine Musikformation Blues Bossa Brass aus Freiberg das weininteressierte Publikum im festlich dekorierten Saal. Im Bar-Rhythmus spielte die recht interessante Mischung aus Trompeten- und Gitarrensound bestehende Musik auf. Nicht jedermanns Geschmack, aber für die Einstimmung durchaus angebracht. Der Winzer übernahm also ein erwartungsfrohes Publikum und es gelang ihm binnen weniger Minuten und /oder auch nur weniger Schlucke, die Damen und Herren zu begeistern. Zuvor jedoch konnte vom steirischen Kürbiskernöl gekostet werden und echt steirisches Bauernbrot wurde zum Dippen sogar auch noch gereicht. Manche meinten, sich allein daran satt essen zu müssen, oder war es gar das Versprechen, dass das Kernöl das Viagra der Steiermark sei? Horst Pierschel und sein Küchenteam hatten eine Kalte Platte angerichtet, die die Geschmackspapiellen der Zunge im Laufe des Abends immer wieder neutralisierte, waren doch darauf Käsevariationen, Schinken und Salami dekorativ gelegt. Mit verschiedenem Brot wirklich gut zum angebotenen Wein passend, hatte man so den ganzen Abend etwas zu essen. Der Welschriesling, nahezu nur in Österreich und Slowenien und wenigen Gebieten Ungarns angebaut, überzeugte nahezu alle. Jung und spritzig, mit einem herrlichen Abgang nach Grapefruit und Pfirsich schmeckend, präsentierte er sich auf der Zunge und dem Gaumen. Diesem Tropfen folgte der Kellertropfen, mit dem Martin Trost auf dem österreichoffenen Weinvergleich der Direktträger im vorigen Jahr eine Silbermedaille erringen konnte. Der aus Amerika stammende unveredelte Weinstock bringt kräftig aromatisch schmeckende Beeren hervor, die, gekeltert einen unvergleichlichen Geschmack haben. Nicht jedem schmeckend  aber wer will schon einen Geschmack wie jedermann haben? Wir versprachen die Besondere Weinprobe und allein schon mit diesem unvergleichlichen Geschmackserlebnis nach in voller Reife stehenden Walderdebeeren mit dem leichten Hauch von Edelschimmel und Notreife hätten wir dem Motto des Abends Genüge getan. Wenn man sich an diesen Geschmack gewöhnt hat, gehört der Wein zu den edelsten Tropfen, die man sich in den Keller legen kann und nur zu besonderen Anlässen konsumiert. Und immer wieder zwischendurch einen Dipp Kürbiskernöl und eine Handvoll der gerösteten und gesalzenen grünen Kürbiskerne, waren eine Geschmacksvariante, die tlw. neu, aber durchaus erlebenswert war.

Der Höhepunkt des Abends war zweifellos der Frizabella, ein leichter Prosecco aus der Isabella-Traube. Auch dieses Erzeugnis erzielte 2007 eine Silbermedaille der österreichischen Winzer. Wir hatten das prämiierte Getränk des vergangenen Jahres erst einen Abend zuvor mit dem Sekt des Jahres 2008 im Freundeskreis vergleichen können und waren überzeugt von der Güte, dem Geschmack und dem Auftritt des Sektes. Der 2007 gekelterte Sekt war präsent in seinem unvergleichlichen Geschmack, abgerundet und im Abgang erlebenswert. Das Erzeugnis des Jahres 2008 hatte alle prägnanten Eigenschaften aufs vorteilhafteste beibehalten, hatte jedoch in seinem Gesamtauftreten sehr an Eleganz und Esprit gewonnen. Ein edler Tropfen! Dazu gereicht wurde echte steirische MÖHLSPEIS, also Weinkrapfen und Spagat-Zangenkrapfen. Und dies alles in einer Fülle, dass man richtig genudelt war, schmeckte alles doch so lecker, dass man wieder und wieder zugreifen musste. Der nette Winzer und seine charmante Gattin hatten viel zu tun, allen Nachfragen nachzukommen. Als sie wieder in die Steiermark fuhren, hatten sie das gesamte für Sachsen mitgebrachte Aufkommen verkauft und fuhren sehr leicht nach Hause. Obwohl es durchaus mehr Gäste hätten sein können, wurde die Veranstaltung sogar mit einem kleinen Plus in der Kasse abgerechnet. Wir bedanken uns nochmals bei Barbara und Martin Trost für die Gastfreundschaft und die wohlschmeckenden Weine und bei allen Gästen des Abends und sind uns sicher; das wiederholen wir!


Rolf Tilo Wicke


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