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3. Kammermusikkonzert am 07.03.2009

Violoncello im Duo - Antonina Botygina; Julia Dobra spielten Werke von J.S. Bach, J.B. Breval, J.J.F. Dotzauer, J. Offenbach

Im Mittelpunkt des 3. kammermusikalischen Abends im Mayoratsgut stand das Violoncello. Und dies gleich im Doppelpack, denn zwei Cellistinnen, die mittlerweile Substitute in bedeutenden deutschen Orchestern sind, nicht nur Studium und Aufbaustudium absolvierten, sondern auch Meisterschüler hervorragender Musiker waren, hatten sich bereit gefunden, Werke von Bach, Breval, Dotzauer und Offenbach zu Gehör zu bringen. Antonina Botygina und Julia Dobra erklärten im zwanglosen Gespräch mit R.T. Wicke zu Beginn des Konzertes ihre Instrumente, informierten über Entwicklung, die Stellung im Orchester, den Tonumfang und die baulichen Besonderheiten. Nun konnte das anspruchsvolle Musikalische Programm in Angriff genommen werden. Beeindruckend dieser satte, volltönende Klang der Instrumente und die Meisterschaft des Vorspiels! Die jungen Frauen schlossen binnen kurzer Zeit die Zuhörer in ihren Bann und es war ein Genuss, den Alltag beim sanften Streichen der Bögen und der Klangfülle der Resonanzböden der Celli weit hinter sich zu lassen. Voller Bewunderung verfolgte ich das Zusammenspiel des gesamten Körpers der Musici während ihres Spiels. Das recht große Instrument, nur auf einem Dorn stehend, muss mit den Knien gehalten werden, nahezu liebevoll mit der linken Hand den Hals umfassend und auf dem Steg die Saiten, die Töne kraftvoll greifend, vervollständigt erst die gekonnte Führung des Bogens mit der Rechten das Spiel. Voller Hingabe, Anmut und Grazie, voller Kraft und vollkommener Beherrschung des Körpers, der Seele und des Instrumentes erklangen seufzende, schluchzende, zitternde, jauchzende, triumphierende, frohlockende, froh gesinnte, schmerzvolle und trauernde Akkorde und Melodienbögen. Gekonnt das Zusammenspiel der beiden Instrumente, sicher die Akzeptanz des jeweils anderen Instrumentes, gewiß in Stunden und aber Stunden gemeinsamen Musizierens und Etüdenspiels geübt, war die Musik von einem Guss. Dass beide Künstlerinnen auch im Solopart , beim Einzelspiel Bach´scher Suiten zu überzeugen wußten, versteht sich dabei von selbst. Gerade diese Seite des kammermusikalsischen Erlebnisses hat mich tief berührt und brachte die Abwechslung in den Ablauf des Konzertes. Nett und adrett wie immer trugen auch die Mägde dazu bei, das besondere Flair im Haus zu verbreiten. Die Musik, das festliche Ambiente, die Mägde und alle charmanten Nuancen eines solchen Abends gehören zu dem Pfund, mit dem wir auch künftig weiter wuchern müssen. Die Gäste aus Hannover, die wir an diesem Abend begrüßen konnten, waren des Lobes voll und versprachen, wiederzukommen. Wenn Sie sich selbst und vielleicht auch einmal Ihren Gästen etwas besonderes bieten möchten, besuchen Sie eines unserer Konzerte. Und so mancher, der nur einmal schnuppern wollte, zählt mittlerweile zu denjenigen, die nun regelmäßig kommen. Wir erheben nicht unbedingt den Anspruch, international gefeierte Künstler zu verpflichten, das könnte und wöllte keiner bezahlen bei der geringen Platzkapazität  aber solides Können, eine geschickte Programmauswahl und ein soziokulturelles Kunstempfinden, verbunden mit allen Vorteilen unserer historischen Bausubstanz und der Nutzung der gastronomischen Möglichkeiten lassen einen Konzertabend auch auf dem Lande zu einem echten Erlebnis werden.

Rolf Tilo Wicke


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