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Das Mayoratsgut Großhartmannsdorf 

Erbaut wurde das Mayoratsgut vermutlich im Jahre 1250 von Mönchen aus dem nahegelegenen Benediktinerkloster zu Chemnitz und blieb dann bis 1375 in ihrem Besitz. Die lange zurückreichende Geschichte des Gutes von fast 800 Jahren ist auch mit einem häufigen Besitzerwechsel, meist adliger Familien von herausragender Bedeutung für die Region um Freiberg, verbunden. Unter ihnen bekannte Namen wie Junker Kunz von Kauffungen, die reiche Patrizierfamilie von Schönberg oder aber der Hochadel von Carlowitz.

Erste nennenswerte bauliche Veränderungen sind im Jahre 1726 unter dem Ortsrichter Gregorius Härtig belegt, der eine Wendeltreppe im Herrenhaus errichtete und den Eingang auf die nördliche Seite verlegte. Als 1730 die Familie von Carlowitz das Rittergut erwarb, führte sie die ersten umfangreichen Erhaltungsmaßnahmen mit einer genauen Inventarisierung und anschließenden Erneuerung einiger Gebäudeteile, aber auch der Erweiterung des Komplexes, z.B. den Bau einer Mühle, eines Brauhauses usw. durch. Jahrhundertlang betrieben die Besitzer alle möglichen Sanierungen am Rittergut bis zur Bodenreform 1945. In diesem Jahr wurde der letzte Besitzer enteignet. Das Gehöft wurde unter der Genossenschaft und der Bauernhilfe aufgeteilt. Bereits ein Jahr später änderte ein Beschluss der Sächsischen Landesregierung die Größe und das äußere Erscheinungsbild des Anwesens mit dem Abriss der meisten Gebäude.

Obwohl die restlichen Bauwerke bis 1978 bewohnt oder in Benutzung blieben, stand Geld für weitere Erhaltungsmaßnahmen nicht mehr zur Verfügung. Nachdem auch das letzte Gebäude leer stand, begann der langsame bauliche Verfall des Mayoratsgutes. Nun häuften sich immer mehr die Schäden an den Gebäuden und mit ihnen die Abrissanträge, die sich bis zur politischen Wende im Jahre 1990 glücklicherweise nicht umsetzen ließen. Verstärkt ab 1990 kam die Chance, für den Erhalt und die Sanierung des Mayoratsgutes einzutreten und dieses vor dem Verfall oder einem Abriss zu bewahren.

Kontinuierlicher Wiederaufbau bis in die heutigen Tage haben ein historisches Objekt mit besonderer Bedeutung für den Freiberger Raum erhalten, dass den Nachfolgegenerationen wieder zugänglich ist. In den einzelnen Räumen bestehen zurzeit Ausstellungen zur Geschichte der jeweiligen Besitzer in Verbindung mit der Landesgeschichte Sachsens. Nach der endgültigen Fertigstellung des Baus und der Beendigung der Restaurierungsmaßnahmen bietet das Anwesen weiterhin ein ausreichendes Potential für Ausstellungen jeglicher Art und ein Begegnungszentrum für z.B. Vorträge, Trauungen usw. So präsentieren sich einige Räume schon wieder im neuen Glanz, z.B. der Gerichtssaal, in dem 1744 das letzte Todesurteil gefällt wurde.


Weitere Informationen erhalten Sie unter: Homepage des Mayoratsgutes
 
Ansicht des Mayoratsgutes im 19. Jahrhundert
Ansicht im 19. Jahrhundert

Das Mayoratsgut 2007
Ansicht des Mayoratsgutes 2007

Blick in einen Ausstellungsraum 
Blick in einen Ausstellungsraum

Das Trauzimmer
Das Trauzimmer
   
   
 
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